Endlich: Der erste Spargel kommt aus dem Boden

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Der erste Spargel auf den Äckern von Christoph Werner ragt aus den kleinen Hügeln.
Die 
Ernte beginnt ein wenig verspätet. Fotos Kordländer

DEINSTE. Königliches Gemüse, Frühlingsluft in Stangen oder Essbares Elfenbein: Für den Spargel gibt es viele Namen. Im Landkreis Stade startet nun die Spargelsaison. Die ersten Stangen haben die Anbauer in den vergangenen
Tagen bereits geerntet.

„An vielen Anrufen sehen wir, dass viele Menschen auf den ersten frisch in der Region geernteten Spargel warten“, sagt Landwirt Otto von Gruben aus Kuhla. „Gegenüber den Vorjahren hinken wir dem Beginn der Ernte diesmal gut eine
Woche hinterher“, hebt Christoph Werner aus Deinste hervor. „Es fehlten im März ein paar schöne Sonnentage, die dem Spargel zum Sprießen verhalfen.“ Doch was nütze das, man müsse mit der sich wechselnden Natur leben. Doch die Spargelanbauer hoffen, dass die Stangen jetzt nach und nach aus der Erde kommen und ihre Köpfe aus dem Boden stecken. „Zunächst können wir aber wohl keine großen Mengen erwarten.“

Es gibt kaum ein Gemüse, das die Meinungen der Menschen so sehr spaltet, wie der Spargel. Die „Fans“ schwören auf den Hochgenuss und lieben die vielseitige Zubereitung. Aber es gibt durchaus auch einige Kostverächter.

Ein großes Thema ist nach den Worten von Werner weiterhin der Mindestlohn. In der Landwirtschaft werde er über einige Jahre hinweg gestaffelt angehoben. „In diesem Jahr werden wir 60 Cent mehr an unsere Spargelstecher zahlen und somit einen Betrag von acht Euro für die Stunde erreichen.“ Und im nächsten Jahr solle sich der Stundenlohn dann auf 8,60 Euro die Stunde erhöhen. „Nach diesen Erhöhungen müssen wir den Kilogramm-Preis für unseren Spargel vermutlich auch ein wenig anheben.“ Gestartet werde mit einem etwas höheren
Preis als im Vorjahr. Wie sich der Preis über die Erntesaison entwickelt, sei von weiteren Faktoren abhängig und sei daher noch abzuwarten.

Heute wird der Spargel unter Folie angebaut. Daher ist es eigentlich erst möglich, das Gemüse schon jetzt zu ernten. Früher wurden die ersten Spargelstangen erst Ende April gestochen. Die Erntezeit dauert traditionell bis zum 24. Juni (Johanni). Die Ernte wird dann beendet, damit die Pflanzen eine ausreichende Regenerationszeit haben, im nächsten Jahr genügend neue Sprossen bilden zu können. Der Spargel ist eine mehrjährige Staude, die etwa zehn Jahre lang ihre Stangen durch den Erdboden schiebt. „Wird eine Fläche aufgegeben, dann soll auf dem Acker 30 Jahre lang kein Spargel mehr angebaut werden“, erläutert Werner.

„Die ausgefuchsten Spargelkunden haben in der Regel ein gesundes Bauchgefühl dafür, wann die Ernte losgehen könnte“, unterstreicht Otto von Gruben. „Frisch schmeckt der Spargel am besten, der erste sowieso“, ergänzt Christoph Werner. Frischer Spargel ist an den geschlossenen Spitzen zu erkennen. Die Spargelenden dürfen nicht ausgetrocknet sein. Frische Qualität ist immer auch an der Festigkeit zu erkennen. Manche Menschen schlagen zwei Stangen Spargel gegeneinander, um die Frische festzustellen. „Wenn ein heller Ton erklingt, dann ist der Spargel frisch“, erklären Experten des Gemüses. Gekühlt und in ein feuchtes Tuch eingewickelt kann der weiße Spargel gut zwei bis drei Tage aufbewahrt werden.

Werner hat auf seinem Betrieb einen neuen Kühlraum geschaffen, in dem der Spargel gekühlt verpackt werden kann und die Kühlkette so nicht unterbrochen wird. Der Spargel wird auf den Höfen in bis zu 15 Sortierungen angeboten, um allen Kundenwünschen gerecht zu werden.

Inhaltsstoffe
Der Spargel als etwas Besonderes auf dem Esstisch. Schon in der Antike wurde er genossen. Der hohe Preis des Gemüses wird damit erklärt, dass von den Anbauern viel Geduld gefordert wird, bevor sie im dritten Jahr nach der Auspflanzung die erste Ernte liefern. Der Spargel besteht zu 93 Prozent aus Wasser und hat daher nur 20 Kalorien (20 Joule) pro 100 Gramm. Der Spargel gilt als ausgesprochen gesund: Neben der entschlackenden Asparaginsäure enthält er Phosphor, Kalzium sowie die Vitamine A, B 1, B 2, C und E und Folsäure, die wichtig für die Blutbildung ist. Über den Spargel meinte Carl Zuckmayer: „Wenn Du Spargel isst, schmeckst Du den Sand der Felder und den
Wurzelsegen, des Himmels Hitze und den kühlen Regen, kühles Wasser und den warmen Mist.“

 

Ein Bericht vom Stader Tageblatt
Autor: Hans-Lothar Kordländer 07.04.2016

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